Dienstag, 21. Januar 2014

Neues Wahlgesetz in Italien nach dem Muster der "Commedia dell'Arte"

Das italienische Verfassungsgericht hat das geltende Wahlgesetz, mit der in Italien in den letzten neun Jahren die Abgeordneten gewählt wurden, als verfassungswidrig erklärt. 
De facto wäre also auch das Parlament illegal. Nun aber, weil es kein Machtvacuum geben darf, soll dieses Parlament weiterhin im Amt bleiben und  ein neues Gesetz verabschieden bevor neue Wahlen stattfinden, eventuell zusammen mit der Wahl des Europa-Parlaments im kommenden Mai. 
 Die jetzige Regierung Italiens besteht grundsätzlich aus zwei Parteien: die übriggebliebenen Fetzen der PDL (Berlusconis ehemalige Partei, die sich gespalten hat) und die PD (ehemalige Linksdemokraten), die jedoch nur noch den Namen davon tragen, denn diese Partei ist seit  20 Jahren mit Berlusconis „Personalpartei“ in scheinbarer Opposition aber in Wahrheit in tatkräftiger Kooperation, also sicher nicht „Links“ .  
Es gibt viele Vorschläge von allen politischen Kräften, wie das neue Wahlgesetzt aussehen soll, eine Analyse dieser Entwürfe und deren voraussehbarer Folgen ist jedoch leicht gemacht: es geht allen Beteiligten unmißverständlich lediglich darum, das bestehende System genauso wie jetzt weiterzuführen, und ihre jeweilige Machtpositionen zu verteidigen. Und diese sind am besten garantiert mir der Fortführung der langjährigen Fiktion einer Opposition (PD), die in Wahrheit mit den rechten Kräften gemeinsame Sache macht. 
Der Nobelpreisträger für Literatur, Dario Fo, hat neulich sarkastisch vorgeschlagen: „diese scheinbar gegensätzlichen Parteien führen doch schon so lange und so harmonisch ein Zusammenleben, dass eine offizielle Eheschließung  nun fällig und selbstverständlich ist: hoffen wir nur, dass daraus kein Nachkommen entspringt ...!“
 Dass ein illegales Parlament ein legales Wahlgesetz verabschieden sollte, überfordert fast die Phantasie, es ist etwas, was man bisher lediglich aus der "Commedia dell'Arte" kannte: das Absurdum als Normalität, Arlecchino "Diener zweier Herren", z.B., ist im Vergleich fast noch nachvollziebar.  Es ist als ob man den Bock zum Gärtner macht. 
Aber damit nicht genug: einer der „Möchtegerne Väter“ des neuen Wahlgesetzes ist ... Herr Berlusconi selber. Eigentlich müßte er  jetzt hinter Gitter sitzen, nachdem er seine Immunität verloren hat, als er neulich aus dem Senat hinausgebeten wurde. Dies würde jedoch voraussetzen, dass Italien ein Rechtsstaat wäre, was längst nicht mehr der Fall ist, denn in keinem demokratischen Rechtsstaat dieser Welt würde ein Krimineller an der Erneuerung eines Wahlgesetzes mitarbeiten dürfen.  Aber in Italien ist das Regieren und die gesamte Politik offensichtlich so weit zur Farce verkommen, und selbst in dieser literarischen Gattung findet man nur selten solche  haarsträubenden Beispiele, vielleicht nur noch wie gesagt  in der „Commedia dell’Arte“, wo die Schauspieler Meister der Improvisation und des Absurden waren.
Gibt es dann überhaupt keinen Widerstand mehr? Doch !!
Die „5Sterne Bewegung „  (M5S) verlangt die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen mit dem Gesetz das galt, bevor die verfassungswidrige Änderungen unter einer Berlusconi-Regierung verabschiedet wurden. 
Diese von 9 Millionen Wählern getragene Partei ist z.Z. die einzige kritische  Stimme im Parlament wird aber von der gesamten italienischen Presse ignoriet (nur die sich selbstfinanzierende Tageszeitung „Il fatto quotidiano“  berichtet gelegentlich darüber).
Alle anderen  nur noch dank der staatlichen Zuschüsse überlebenden Tageszeitungen sind  regimentreues Instrument, besser gesagt zur Lügenverbreitungsinstanz verkommen.
 Wer die Zeitungen in Italien noch kauft (immer weniger Leser!), kann die Sicherheit haben, dass außer Tatsachenverdrehungen, platte Lügen, und verschwiegene Fakte nur noch Sport- und Modeberichte ohne Täuschungsgefahr lesen kann, wer sich über Politik informieren will, muss die ausländische Presse zu Rate ziehen und auch dies mit vergleichender Vorsicht.
 Dass Berlusconi ungeachtet aller seiner inzwischen per letztem Gerichtsverfahren bewiesenen kriminellen Taten von ca. einem Drittel der italienischen Wähler immer noch getragen wird, ist zwar auch dieser unfreien und korrupten Presse und vor allem der TV zu verdanken. Wer sich aber ernst informieren möchte, hat auch in Italien genügende Möglichkeiten, denn das Internet steht zwar nicht allen, aber doch den meisten zu Verfügung: daher spricht die bleibende Beliebtheit Berlusconis eher für die Faulheit oder Trägheit und nicht für die Klugheit eines wesentlichen Anteils der italienischen Wähler: aber damit muss jede Demokratie leben.
 Die PD Anhänger, als selbsternannte "Linksdemokraten", tragen dagegen historisch die größte Schuld, mit dem "Berlusconismo" als System  mitgemacht zu haben, sich als Opposition getarnt zu haben, und sich ebenfalls aus den Steuergeldern bereichert zu haben (die PD ist in vielen Korruptionsaffäre involviert, z.B. die Pleite der ältesten Bank der Welt, "Monte dei Paschi").
 Der andere „Möchtegerne-Vater“ eines neuen Wahlgesetzes ist nämlich Herr Renzi, z.Z. Bürgermeister von Florenz und neugewählter Sekretär der Partei PD, als ihr neuer "Stern",  gefeiert wie eine „Supernova“, die sich bald als "Schwarzes Loch" für diese Partei herausstellen könnte.
 Denn diese Partei hat ausgedient: wie einst die korrupten Christdemokraten (DC) sich als Partei ausgelöscht haben, so wird das Schicksal auch die PD nicht verschonen.
 Und es ist nicht mit Schuldzuweisungen an Beppe Grillos (der Gründer der Bewegung 5 Sterne) Weigerung, mit der PD gemeinsame Sache zu machen, dass man die politische Misere Italiens lindern kann.
 Übrigens: wenn auch die gesamte italienische Presse es verschwiegen hat, haben wir den eindeutigen Beweis, dass die Bewegung 5Sterne NICHT nach der Musik von seinem Urheber Grillo tanzt, wie ständig behauptet wird: die „5 Sternen“ Bewegungsmitglieder haben erst vor kurzem mehrheitlich in einer Internet-Wahl GEGEN Grillo entschieden, dass ein Gesezt, dass die "illegale" Flüchtlinge kriminalisiert, abgeschafft wird.
Ein Beispiel von innerer Demokratie, die man in keinen anderen Parteien bisher gesehen hat und auch nie zu erwarten ist. Die Wahl des Parteisekretärs der PD, Herr Renzi, dürfen zwar ein demokratisches Verfahren gewesen sein, aber damit ist auch schon alles an Demokratie gewesen: schon der Vorschlag des neuen Wahlgesetzes wurde lediglich zwischen diesem neuen Sekräter und ... Berlusconi vereinbart, die Mitglieder der Partei konnten lediglich dies annhemen oder ablehnen, ohne Diskussion: „keine Änderungen sonst platzt alles“ hat der Parteisekretär Renzi unmißverständlich seinen Anhängern angedroht.
Die Parteimitglieder müssen also das Diktat eines Wahlgesetzes hinunterschlucken, das den Fußabdruck eines Kriminellen hat. Es kursiert schon ein Wortspiel als Paraphrase des Leninistischen Spruch, („Die Arbeiterklasse muss alles Leiten“),  wonach die PD Mitglieder müssen ebenfalls „... digerire tutto“ auf Italienisch heißt nämlich „digerire“ (verdauen) und „dirigere“ (leiten) “. 
 Die entscheidende Frage ist: wie lange noch werden die echten Demokraten und linksorientierten Wähler  diese Farce der PD ertragen und sich weiterhin weigern, die Tatsache des Todes dieser Partei anzuerkennen? 
Oder werden sie sich frei vom Parteizwang ebenfalls in einer Bewegung formieren, die ähnlich wie die M5S das Land aufrüttelt und die korrupte-kriminelle-unfähige Kumpanei der jetzigen Parteien insgesamt liquidiert. 
 Denn wenn die fortschrittlichen Demokraten sich nicht bald daran machen, die Demokratie wieder einzuführen und der Korruption ein Ende zu setzen, wird dies die Faschistische Rechte tun: "Gallia docet", Marie Le Pen ist das erschreckende Beispiel, wie eine rechtsorientierte Partei  aus der  Unfähigkeit der linken Kräfte die Wähler an sich bindet , und ohne ein Wunder ist  leicht vorauszusehen, dass sie die nächsten Wahlen gewinnen wird.
Die Zeiten drängen, aber die Linke und die Demokraten scheinen so zu handeln wie die Priester in Bisanz, die so vertieft über  die theologische Grundfrage diskutierten, welchen Sex die Engel  haben möchten, dass sie gar nicht gemerkt hatten, dass die Türken die Stadt inzwischen eingenommen hatten. 

Donnerstag, 2. Januar 2014

 La crisi è alle spalle ... ovvero ce l'abbiamo * di dietro !.

* (=nel).
La cosa divertente dei modi di dire e delle frasi fatte è che lasciano il posto a diverse interpretazioni, uno dei meccanismi coi quali le lingue si difendono dalle restrizioni dogmatiche e in questo modo crescono i vocabolari e si modificano i significati.
I venditori di fumo e di menzogne stanno inondando i media con notizie rassicuranti o per lo meno alimentano la speranza ed infine tacciono o dissimulano i dati di fatto negativi che indurrebbero come minimo alla prudenza. 
In un certo senso è tuttavia vero che la crisi cosí come l'abbiamo conosciuta finora è finita: infatti dinanzi a noi si prospetta la prossima crisi, non meno grave ma certamente diversa. 
La crisi dal 2008 al 2012/13 ha già praticamente finito il suo compito, assicurando a coloro che l'hanno scatenata (il sistema bancario e finanziario corrotto e privo di controlli) i lauti guadagni a spese dei cittadini dei più svariati Paesi colpiti. 
Un gigantesco transfer di richcezza dal basso verso l'alto è stato garantito ed ora la prossima crisi avrà il compito di assicurare che, esattamente come negli impianti idraulici le "valvole di non ritorno" o "antiriflusso" i cittadini espropriati possano riprendersi parte del maltolto. 
O meglio: i meccanismi di prelievo forzoso ed esproprio dei risparmi nella nuova crisi (che sarà ribattezzata come "periodo di stabilizzazione") saranno appunto resi perenni e sistemici. Insieme alle ancor più perverse e rovinose politiche di impoverimento delle classi lavoratrici tramite la creazione ad hoc di disoccupazione nella misura e nei settori desiderati dal sistema cioé dalla finanza di rapina che a volte si impone anche contro gli interessi del settore industriale ma più spesso e tendenzialmente si associa ad esso nel medesimo scopo se non addirittura non entra in simbiosi e quindi fa della deindustrializzazione in un Paese il presupposto per lo svilupppo di un'indutrializzazione selvaggia in un altro. Non è un caso che ad es. l'Ucraina sia tanto interessante per l'Unione Europea, e che ad es. uno dopo l'altro i Paesi dell'ex blocco sovietico vengano irretiti ad entrare nell'EU se non addirittura nella moneta unica salvo poi a pentirsene amaramente.  
I presupposti sono tutti presenti, dal "Fiscal compact" a tutti gli altri meccanismi concepiti per "salvare l'euro" che di fatto nel futuro, qualora i popoli d'Europa non riescano a riprendersi la sovranità ed a cacciare la moneta unica nella pattumiera della storia, saranno perenni meccanismi di salasso dei risparmi e di impoverimento delle masse alle quali non resterà che o l'accettazione del diktat lavorativo imposto dalla finanza o la disoccupazione, il tutto per favorire un'élite di pochi profittatori incoscienti della miseria delle proprie nazioni.
Anche i ridicoli strumenti per il controllo del sistema bancario  altro non sono che una foglia di fico sulle vergogne, poiché se si studia con attenzione quanto i burocrati di Bruxell hanno concepito, più che di un meccnismo di controllo si tratta di un colabrodo progettato dalle lobby bancarie intenzionate a continuare "come prima più di prima". 



Samstag, 28. Dezember 2013

Biedermann und die Brandstifter / Omobono e gli incendiari. Considerazioni di fine anno 2013.  


Sarà per deformazione professionale, ma quale filologo attribuisco maggiori capacità di interpretazione della realtà - e spesso di previsione ­dei futuri sviluppi - alla letteratura rispetto a tutte le altre discipline umane e scientifiche. Il letterato – che spesso ha anche una formazione scientifica o per lo meno conoscenze in altri settori non letterari[1] combina capacità non comuni di osservazione con l’immaginazione e non ha problemi nel trascendere la realtà e le sue regole apparenti. In un certo senso la letteratura, essendo libera nella creazione di “mondi possibili”, va anche oltre la filosofia poiché non è vincolata o finalizzata alla creazione di sistemi severamente coerenti: le proprie creazioni sono sempre “opere aperte” che consentono interpretazioni diverse.  Ma giustamente lo stesso metodo scientifico deve riconoscere i propri limiti, come ricordava Albert Einstein: “Quando le leggi matematiche si riferiscono alla realtà non sono certe, e se sono certe non si riferiscono alla realtà”.  
Per interpretare ciò che sta avvenendo in Europa con una nuova forma di fascismo strisciante che avvolge tutte le istituzioni  ho trovato utile rileggere il dramma di Max Frisch. Non ne conosco la traduzione italiana, il cui titolo mi pare ridicolo: sul nome Biedermann (usato per primo da un poeta di Radolfzell am Bodensee, Viktor von Scheffel in tutt'altro contesto) sarebbe interessante dilungarsi, coi riferimenti al periodo “Biedermaier” (poi scritto “Biedermeier”) e ben noto nella storia dell’arte.  Qui è sufficiente ricordare che il protagonista è un esponente della media borghesia, proprietario di una piccola manifattura di una lozione per capelli, il cui successo di vendita è dovuto unicamente alla pubblicità e giammai alle intrinseche virtú (come afferma lo stesso produttore signor Biedermann, i compratori  “potrebbero mettersi sui capelli la propria urina, farebbe lo stesso effetto”.
La trama del dramma in breve: due incendiari riescono con inganno e spacciandosi per poveracci ad ottenere la fiducia e l'ospitalità dell’industriale e di sua moglie, soprattutto a motivo della cattiva coscienza e dal desiderio di giustificare la propria mancanza di scrupoli (un suo dipendente licenziato in tronco si è impiccato per disperazione). E gli incendiari iniziano ad immagazzinare benzina nel sottotetto della casa dell’industriale, che si rende conto sì di ciò che i due stanno preparando ma finge di non sapere e di non vedere sperando che il problema si risolva da solo. Come c’era da aspettarsi la casa va in fiamme e i protagonisti all’inferno.

Su questo dramma, forse il più noto di Max Frisch, non si contano le interpretazioni (scolastiche e non), facilitate dal fatto che la prima stesura era motivata dalla presa del potere comunista in Polonia e nei Paesi dell’Europa orientale satelliti dell’Unione Sovietica, ma successivamente venne interpretata come parabola sull’ascesa del nazismo. 
Pur distanziandosi da Bertold Brecht e dai suoi drammi didattico-moralistici (Lehrstücke: nel sottotitolo Max Frisch scrive infatti “Ein Lehrstück ohne Lehre”, un aforisma per dire un dramma moralistico senza morale) e fatta salva la pluralità di significati e di interpretazioni, è innegabile che il dramma può essere legittimamente interpretato come  parabola della rinuncia per amore di quieto vivere,  per interessata complicità, per incoscienza e per la somma di tutte questi ed altri colpevoli atteggiamenti di una parte della borghesia incosciente e/o incapace di attivarsi per contenere l’ascesa di un sistema autoritario e criminale che alla fine si rivela come autodistruttivo e nel quale tutti figurano come perdenti. 

L’eurodipendenza e il feticismo della difesa ad oltranza della moneta unica anche da parte dei governi dei Paesi che ne subiscono le conseguenze più devastanti ricorda da vicino l’atteggiamento del protagonista del dramma di Max Frisch.
Ma il paragone non si ferma alla moneta unica. La guerra è per ora quasi soltanto economica (in Europa) ma non sono da trascurare gli aspetti di preparazione militare, i tentativi di ritorno alla "Guerra Fredda" e i conflitti nei Paesi limitrofi in cui gli Stati europei intervengono per lo più peggiorando le situazioni (v. Libia e probabilmente Mali, Sudan, ecc. ecc.).  C'è voluta la riluttanza del Congresso USA e l'astuzia di Putin per scongiurare una ancor più grave carneficina in Siria, dopo che i soliti ignoti avevano iniziato a sostenere militarmente i ribelli, rivelatisi poi più pericolosi del dittatore dichiarato decaduto ma sempre più saldamente al potere. 
Anche le esportazioni di armi nelle aree conflittuali inoltre assomigliano ancor più da vicino al procedere degli incendiari di Max Frisch. Secondo il (Sipri- Stockholm International Peace Research Institute) fra il 2006 ed il 2010, il totale delle esportazioni mondiali di armi vedeva ai primi cinque posti dopo USA (30 %) e Russia (23%) ben tre Stati europei ( Germania 11%, Francia 7%, Gran Bretagna 4%). In Germania non si è ancora sopita la critica alle massicce forniture di armi automatiche e carri armati nei Paesi del Medio Oriente e segnatamente all’Arabia Saudita, ma intanto nel 2013, per un valore di circa 9 miliardi di euro, 240 container con 15.000 tonnellate di munizioni sono partiti dal porto di Amburgo. 
In particolare preoccupante la tendenza all’esportazione di armi individuali (pistole e fucili) nei Paesi non NATO risulta triplicato dal 2011 (dal 7%  al  21%  del totale), armi che sembrano appositamente prodotte per fomentare o comunque per alimentare le guerre civili.

C’è dunque più di un motivo per rileggere la realtà di questo periodo sulla scorta del dramma di Max Frisch. Per poi iniziare ad un impegno diretto per ricostruire la lesa democrazia e a forme di civile resistenza se necessario per bloccare questo perverso cammino verso la miseria, la distruzione e la preparazione dei conflitti: la letteratura può infatti servire da strumento di comprensione ma il suo ruolo finisce qui, poi serve l’impegno politico.  



[1] Max Frisch, l’autore del dramma che richiamo nel titolo, era architetto, Carlo Emilio Gadda era ingegnere, Primo Levi ingegnere chimico, Paul Valery era anche un matematico oltre che avvocato, Friedrich Schiller era un medico come anche Georg Büchner, Ernesto Sabato un fisico e pittore oltre che scrittore.
In fin dei conti potrebbe risultare che i letterati  puri sono in tutte le culture una minoranza rispetto a quelli che oltre alla formazione o attività letteraria hanno avuto anche una formazione scientifica (che l’abbiano praticata o meno è secondario, cosa che vale anche per anche altre espressioni artistiche: Carlo Levi era medico ma lavorò unicamente come pittore).
Interessante notare come un gran numero di letterati abbiano avuto una formazione giuridica (da Goethe a Kafka,
per esempio, ma in tutte le nazioni e culture si trovano scrittori con questa combinazione di interessi/formazione). La cosa non stupisce, poiché la letteratura è fondamentalmente un’arte basata su tre funzioni: saper analizzare la realtà cogliendo aspetti generalmente inosservati, saper collegare le osservazioni in modo creativo immaginando possibilità diverse da quelle reali, saper descrivere il risultato delle osservazioni riflessioni usando la lingua in maniera eccellente.
L’avvocato ha tutti i presupposti per riuscire in questo intento poiché ha una sensibilità ed abilità retorica  particolare per la lingua (il suo strumento di lavoro), è addestrato a trovare aspetti non evidenti della realtà che poi potrà sfruttare per ricostruire con la sua arringa il “mondo possibile”  da presentare al giudice come “mondo reale” , cioè una ricostruzione dei fatti in cui il proprio cliente ha ragione e l’opponente ha torto. Sostanzialmente dunque la costruzione di “mondi possibili”  è l’identica attività sia che la svolga uno scrittore per comporre un romanzo o un dramma o un avvocato (o PM)  per far assolvere (o condannare) un imputato.        

Sonntag, 8. Dezember 2013

 “Cavalli (ed asini) di Troika”, la NATO ed i nostalgici della “Guerra Fredda”



Nel 2010 il Parlamento dell’Ucraina a larga maggioranza decise per bloccare il proesso di adesione del Paese alla NATO optando per la posizione di “non allineamento” fra i due blocchi quello “ex-comunista” e quello “capital-militarista”, (uso nuovamente questa terminologia poiché ridivenuta purtroppo attuale, anzi lo è sempre stata ma si fingeva di non vederlo).
L’opinione pubblica in Ucraina è chiaramente contraria all’ingresso della NATO nel  proprio territorio (poiché è esattamente di questo che si tratta, come logicamente ci si può attendere da un Paese che è legato alla Russia per lingua e tradizione, nonostante gli orrori del periodo staliniano (che affamò milioni di ucraini) poiché le repressioni dell’epoca colpirono più o meno tutti i Paesi dell’ ex-Unione Sovietica e quindi non furono percepite come emananti dalla Russia, contrariamente all’attacco hitleriano che fu invece riconosciuto subito come espressione della volontà di dominazione tedesca nonostante in Ucraina esistesse una cospicua minoranza filotedesca.
Dalla fine dell’Unione Sovietica l’Ucraina ha compiuto un percorso a zig-zag, avvicinandosi o allontanandosi dalla Russia in relazione all’avvicinamento o alle prese di distanza dall’abbraccio con l’Occidente. Lo sviluppo economico è stato parallelo a quello della Russia post-comunista, con la formazione di gruppi di oligarchi miliardari, gente che ha saputo impossessarsi del controllo delle risorse energetiche ed economiche sfruttando o la posizione di funzionario del sistema precedente o il caos giuridico del passaggio fra i due sistemi.
A differenza delle Russia, l’Ucraina pur possedendo i minerali per l’energia atomica dipende per altre fonti energetiche (gas, petrolio) dalla Russia – come il resto d’Europa beninteso.
Lo sviluppo economico non è stato per questa ed altre ragioni identico a quello russo, l’Ucraina resta un Paese con larghe sacche di povertà e con una sovrabbondanza di manodopera che ha trovato finora sbocco soprattutto nei Paesi ex comunisti (Repubblica Ceca, Polonia) come pure in Russia.
Che l’Ucraina economicamente possa entrare a far parte della comunità europea è possibile unicamente a lungo termine, un ingresso affrettato porterebbe il Paese al livello della Grecia o di altri PIGS. O forse anche peggio: attualmente il commercio estero è per ¼ con la Russia, e non si vede come l’Occidente potrebbe sostituirsi agevolmente (e soprattutto in termini convenienti per l’Ucraina) al cliente russo.
Sulla base di queste considerazioni appare plausibile il tentennamento, ora sfruttato dai media occidentali per puntare il dito contro la Russia e deviare l’attenzione dai problemi di casa.
La doppiezza dei funzionari EU è rivoltante: alle ingerenze USA (che spiano a tutto spiano a tutti i livelli fino al telefonino della cancelliera tedesca) la reazione è stata a dir poco timida, e ha dato la chiara impressione che più del fattaccio le autorità di Bruxelles e la stessa cancelliera Merkel siano stati dispiaciuti dalla divulgazione della gravissima interferenza.
E’ bastato invece che Putin ponesse l’aut aut: o con noi o con l’UE per far stracciare le vesti ai timidi e subordinati politici europei servi degli USA e della loro NATO scandalizzati per quella che hanno chiamo “ingerenza” negli affari dell’Ucraina. Un  simile coraggio conigliesco lo si sarebbe preferito vedere al momento dell’aggressione USA all’Irak, all’Afganistan, al profondo disprezzo conci gli USA bombardano il Pakistan con le “drone” massacrando civili, e last but not least, per denunciare l’embargo che da oltre mezzo secolo strangola l’economia cubana e anche all’interno degli USA viene giustamente criticato poiché è la colla più forte che tiene insieme il regime cubano ed ottiene infatti il risultato opposto in termini di democratizzazione dell’isola.
Se Reagan fosse attualmente al potere farebbe mettere candeline sulle finestre per manifestare la solidarietà con coloro che a Kiew protestano contro il loro presidente e cercano di farlo dimettere con la forza della piazza. Il pugile Кличко (significativo che anche in italiano si utilizzi la trascrizione tedesca, forse perché costui è notoriamente amico della Merkel) è utilizzato dall’Europa Unita tedescopilotata (che si è affrettata a mandare i propri esponenti a sostegno dei ribelli) come “cavallo di Troika” per staccare economicamente l’Ucraina dalla Russia e sottometterla poi alla stessa stregua di quello che ha fatto finora con altri Paesi (nei quali non trovando “cavalli” si è accontentata di “asini di troika” - per i PIGS bastavano). 
Un ultimo elemento va menzionato per meglio comprendere la dinamica delle falsificazioni in corso: i media occidentali, chi più chi meno, mostrano ai Paesi dell’Europa Orientale un quadro selettivo della situazione economica, minimizzando i problemi creati da uno sviluppo che chiamare distorto sarebbe un eufemismo, e  magnificando invece gli aspetti di benessere e abbondanza di merci, che valgono in realtà per una sempre minore percentuale dei cittadini.
In altri Paesi queste distorsioni dei fatti non attaccano: in Tunisia, Egitto, Grecia, i turisti russi ed ucraini rappresentano (insieme ai cechi ed ai polacchi) almeno il 90 % delle presenze. Gli europei sono ormai le mosche bianche in quei luoghi dove fino ad un decennio or sono erano i principali clienti: salvo tedeschi e scandinavi, ormai i cittadini dei Paesi PIGS compresa la Francia i soldi per le vacanze non li hanno più. Una cosa che dovrebbe far pensare se la propaganda non nascondesse la realtà dei fatti.

Quale potrebbe essere la scelta migliore per l’Ucraina? Chi come il sottoscritto è per l’assoluta indipendenza di tutti i Paesi, la cosa migliore sarebbe lo stato di non allineamento, e la trattativa con tutti i rimanenti Paesi con contratti bilaterali senza correre il rischio di entrare in un blocco o nell’altro. Una distanza identica da tutti è sempre la migliore soluzione. Come del resto è appunto la scelta che fanno tutti i Paesi veramente sovrani, come la Svizzera, la Norvegia, la Svezia, e altri, che o sono fuori dall’imbroglio dell’Unione Europea o almeno si sono tenuta la moneta sovrana.
E la stessa UE, se vorrà sopravvivere, invece che oligarchia di burocrati guidati da lobby ed al servizio dell’economia più invadente (Germania) dovrà ritrasformarsi in associazione di Paesi sovrani e restituire le prerogative ora subdolamente accaparrate per non dire estorte senza un barlume di democrazia imponendo misure coercitive (fiscal compact) che sono in chiara contraddizione con i princìpi del Trattato di Roma.
Altrimenti avremo un’EU che sarà col tempo una brutta copia dell’Unione Sovietica, con la Germania al posto della Russia e gli USA “über alles”.